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SÃO TOMÉ & PRINCIPE

São Tomé und Príncipe gehören zu den bestgehüteten touristischen Geheimnissen Afrikas - zwei kleine Vulkaninseln vor der Westküste des Kontinents, die voller ökologischer Wunder, einer atemberaubenden Artenvielfalt, einer fesselnden Geschichte und warmherziger, gastfreundlicher Einwohner sind. Stellen Sie sich ein Inselparadies vor, in dem azurblaues Wasser an den Ufern einsamer Strände unter wogenden Palmenwedeln plätschert. Ein Land, in dem dichte Regenwälder mit Galápagos-ähnlichen Evolutionswundern die vulkanischen Abhänge zur felsigen Küste hinunterstürzen und der Dschungel die einst weitläufigen Kolonialplantagen zurückerobert hat. Es ist ein Ort, an dem die Zeit allem Anschein nach stehen geblieben ist.


Principe

Die gesamte Insel wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat der Insel Príncipe erklärt, und die üppigen Wälder sind von verschlungenen Pfaden durchzogen, die zu malerischen Wasserfällen führen. In dieser grünen Umgebung gibt es (zusammen mit São Tomé) mehr endemische Arten pro Quadratkilometer als irgendwo sonst auf der Welt. An den Rändern der Insel und der Inselchen gibt es Strände, die fast zu perfekt sind, um wahr zu sein - menschenleer, gesäumt von Palmen, die reichlich Schatten spenden, und warmen, azurblauen Wellen, die an den Sand klatschen. Viele der Lodges in der Gegend verfügen über einen Privatstrand mit Schnorchel- und Kanuaktivitäten (und der einen oder anderen Strandbar).
 

Die "Lost World"-Atmosphäre von Príncipe wird durch die "verlassenen" Plantagen noch unterstrichen. Historisch gesehen waren diese roças (die es auch auf São Tomé gibt) in sich geschlossene, autarke Welten, die von kolonialen Haushalten beherrscht wurden. Die grösseren Ländereien beschäftigten über tausend Menschen, die in den "Dörfern" der Rocas mit eigenen Kirchen und Krankenhäusern lebten. Heute sind die meisten kolonialen Herrenhäuser geschlossen oder in Luxuswohnungen umgewandelt worden. In vielen der Roça-Dörfer leben jedoch immer noch Einheimische, die fast ausschliesslich von der Subsistenz leben. Die Vegetation erobert sich langsam die verfallende Infrastruktur zurück und bietet einen ergreifenden Einblick in eine vergangene Zeit.


 

São Tomé

Ausserhalb der Stadt steht ein grosser Teil von São Tomé unter dem Schutz des Obô-Nationalparks, der sich auch auf einen Grossteil von Príncipe erstreckt. Im zentralen Teil des Parks liegt eines der berühmtesten Wahrzeichen von São Tomé: Pico Cão Grande oder der "Great Canine/Great Dog Peak". Dieses bizarre topografische Merkmal ist weithin sichtbar - ein zahnförmiger Vulkanpfropfen, der sich über 370 Meter über das umliegende Gelände erhebt. Der Pico Cão Grande ist der dramatischste der vielen Vulkanspitzen, -hälse und -aufschlüsse auf beiden Inseln und besteht aus einer seltenen Art von extrusivem Vulkangestein, dem Phonolith. Aufgrund der rutschigen, moosbewachsenen, senkrechten Felswände, des unvorhersehbaren Nebels und der unerwarteten Überschwemmungen haben nur wenige den Aufstieg zum Pico Cão Grande erfolgreich bewältigt.
 

In diesem Teil des Obô-Nationalparks befindet sich auch der Pico de São Tomé, der mit 2.024 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg des Landes ist. Die oberen Hänge sind mit Primärwald bedeckt, die Bäume sind mit dekorativen Flechtenschichten überzogen und beherbergen eine Vielzahl verschiedener Orchideen und anderer epiphytischer Arten. Im Gegensatz zum Pico Cão Grande kann der Pico de São Tomé von Wanderern bestiegen werden, wobei festes Schuhwerk unerlässlich ist.